Kleiner blonder Junge mit rosa Hemd und grauer Anzug-Weste, der ein Buch in der Hand hält und einen erstaunten Gesichtausdruck hat. Der Hintergrund ist schwarz.

Farbenkunde leicht gemacht

Dispersionsfarbe, Latexfarbe oder doch lieber Silikat Farbe? … was sind die Unterschiede und wann verwende ich welche Farbe?

Dispersionsfarben sind am häufigsten verwendete und universell einsetzbare Wandfarben. Sie lassen sich leicht auftragen und ein gutes Ergebnis ist schnell und einfach erreicht. Dispersionsfarben bestehen aus Kunstharzbindemittel mit Pigmenten, Füllstoffen Additiven sowie natürlichem Wasser. Die Pigmente sorgen für eine optimale Bindung der Farben um ein problemloses Streichen zu gewährleisten. Durch die Zugabe von Farbpigmenten kann weiße Dispersionsfarbe ganz einfach getönt werden. Auch intensive Farbtöne sind kein Problem.

Latexfarben sind mit Kunstharz verstärkte Dispersionsfarben, die sich einfach besser reinigen lassen. Latexfarbe hat ihren Namen aus der Herkunft von Naturlatex (ursprünglich Milch des Gummibaues). Um eine belastungsfähige und beständige Oberfläche zu erreichen beruht die Farbrezeptur heutzutage auf einer Kunstharz-basis.

Latexfarben sind Dispersionsfarben die mit Kunstharz verstärkt sind. Die Farbtöne wirken brilliant und die Oberfläche ist strapazierfähig.

Silikat-Farben sind unter anderem eine ökologische Alternative. Sie sind aus natürlichen, mineralischen Bindemitteln als Basis (Kaliwasserglas) hergestellt. Grundlage dafür ist Quarzsand. Silikat-Farben sind extrem atmungsaktiv. Dies wird in der Fachsprache diffusionsfähig genannt.

Da die Silikat-Farbe eine alkalische Oberfläche besitzt, können sich Schimmelpilze nur äußerst schwer darauf entwickeln.

Auch Silikat Farben können getönt werden. Die Farbtonauswahl hier ist allerdings geringer, da nur anorganische Farbpigmente einsetzbar sind.

Silikat-Farben zu verarbeiten ist etwas anspruchsvoller. Daher ist hier besonders stark darauf zu achten, dass die Silikat-Farbe auf einem mineralischen Untergrund sowie einer einwandfreien Untergrundvorbereitung aufgetragen wird. Mineralischer Untergrund ist u. a. Beton, Zement oder andere kalkhaltige Untergründe. Es sollte daher nur Silikat-Grundierung verwendet werden.

Informationen dazu findest du im technischen Datenblatt.

Ließ doch mal unsere Anwendungstipps für streifenfreies Streichen!
Zurück zum Blog